Zuckerfabrik Königslutter: Unterschied zwischen den Versionen
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Während eines Bombenangriffs im Januar [[1944]] wurden nicht nur Rübenkeller, Anschlussgleis und Kesselhaus zerstört. Schwerwiegender war der Tod von sieben Mitarbeitenden. Der Wiederaufbau ab [[1949]] war ein Kraftakt und erforderte großes Vertrauen der Rübenlieferanten und Aktionäre, die ihr Rübengeld der Fabrik als Darlehen zur Verfügung stellten, um die Erneuerung von Dampfturbine, Kesselhaus und Kalkofen zu finanzieren. [[1951]] folgte die Umstellung auf Weißzucker mit der Abgabe von 500-Gramm- und Ein-Kilogramm-Packungen. Den Verkauf übernahm ab 1965 die ''Norddeutsche Zucker GmbH''.<ref name="Nordzucker Akzente" /> | Während eines Bombenangriffs im Januar [[1944]] wurden nicht nur Rübenkeller, Anschlussgleis und Kesselhaus zerstört. Schwerwiegender war der Tod von sieben Mitarbeitenden. Der Wiederaufbau ab [[1949]] war ein Kraftakt und erforderte großes Vertrauen der Rübenlieferanten und Aktionäre, die ihr Rübengeld der Fabrik als Darlehen zur Verfügung stellten, um die Erneuerung von Dampfturbine, Kesselhaus und Kalkofen zu finanzieren. [[1951]] folgte die Umstellung auf Weißzucker mit der Abgabe von 500-Gramm- und Ein-Kilogramm-Packungen. Den Verkauf übernahm ab 1965 die ''Norddeutsche Zucker GmbH''.<ref name="Nordzucker Akzente" /> | ||
Trotz der positiven Entwicklung auf dem Zuckermarkt nach dem Krieg nahm der Konkurrenzdruck weiter zu und förderte Zusammenschlüsse der norddeutschen Zuckergesellschaften. Bereits [[1925]] übernahm [[Königslutter]] die Rübenlieferungen der Zuckerfabrik | Trotz der positiven Entwicklung auf dem Zuckermarkt nach dem Krieg nahm der Konkurrenzdruck weiter zu und förderte Zusammenschlüsse der norddeutschen Zuckergesellschaften. Bereits [[1925]] übernahm [[Königslutter]] die Rübenlieferungen der ''Zuckerfabrik Trendelbusch''. Ihre Blättertrocknung kam nach [[Königslutter]], wurde [[1957]] aufgekauft und geschlossen. Im gleichen Jahr übernahmen die Zuckerfabriken in [[Königslutter]], Schöppenstedt und [[Watenstedt]] je zu einem Drittel die Zuckerfabrik in [[Söllingen]], die wegen Auslastungschwierigkeiten schließen musste.<ref name="Nordzucker Akzente" /> | ||
[[1972]] erfolgte die Fusion mit der ''Zuckerfabrik Watenstedt'', die [[1975]] stillgelegt wurde und schließlich fusionierten [[1985]] [[Groß Twülpstedt]] und [[Königslutter]]. Nur fünf Jahre später wurde [[Groß Twülpstedt]] geschlossen. Erst [[1992]] schloss sich die ''Königslutter-Twülpstedt AG'' der ''Zucker-Aktiengesellschaft Uelzen-Braunschweig'' an. Zeitgleich wurden die Rübenannahmestellen in [[Watenstedt]] und [[Groß Twülpstedt]] geschlossen.<ref name="Nordzucker Akzente" /> | [[1972]] erfolgte die Fusion mit der ''Zuckerfabrik Watenstedt'', die [[1975]] stillgelegt wurde und schließlich fusionierten [[1985]] [[Groß Twülpstedt]] und [[Königslutter]]. Nur fünf Jahre später wurde [[Groß Twülpstedt]] geschlossen. Erst [[1992]] schloss sich die ''Königslutter-Twülpstedt AG'' der ''Zucker-Aktiengesellschaft Uelzen-Braunschweig'' an. Zeitgleich wurden die Rübenannahmestellen in [[Watenstedt]] und [[Groß Twülpstedt]] geschlossen.<ref name="Nordzucker Akzente" /> | ||