Jetzt Fan werden! – Das Helmstedt-Wiki bei Facebook.png Facebook, Twitter.png Twitter

Allerauenwald im Drömling

aus Helmstedt-Wiki, der freien Enzyklopädie über den Landkreis Helmstedt
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Datei:Allerauenwald1.JPG
Allerauenwald von der Aller aus
Datei:Allerauenwald2.JPG
Absenkung des Damms zur Wasserzufuhr bei Hochwasser

Das Naturschutzgebiet (NSG) Allerauenwald im Drömling liegt bei Danndorf im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet gehört zum Naturraum Weser-Aller-Flachland. Es liegt am Südwestrand des Drömlings, einem Niedermoorgebiet, das zum größeren Teil zu Sachsen-Anhalt und zum kleineren Teil zu Niedersachsen gehört. Das Gebiet umfasst 94,7 Hektar und wird als NSG BR 017 bezeichnet.[1] Es ist trapezförmig und erstreckt sich in Westsüdwest-Ostnordost-Richtung etwa zwei Kilometer. Die Breite beträgt rund 500 Meter. Es ist im Norden durch die geradlinig verlaufende Aller begrenzt, auf der Westseite durch den Katharinengraben, auf den anderen Seiten durch weitere Gräben. Das Gebiet gehört zur Gemeinde Danndorf. Der Ort Grafhorst liegt rund zwei Kilometer südöstlich, Danndorf drei Kilometer südlich.

Geschichte[Bearbeiten]

Das heute unter Schutz stehende Gebiet war bis in das 18. Jahrhundert eine kaum durchdringbare Sumpflandschaft, in der Bruchwälder vorherrschten. Durch Melioration wurde der Drömling urbar gemacht. Es wurden Rimpau’sche Moordammkulturen angelegt, die heute durch ihre zahlreichen parallelen Gräben erkennbar sind. Das Naturschutzgebiet Allerauenwald im Drömling wurde mit Wirkung vom 2. Februar 1979 eingerichtet, gemeinsam mit dem rund vier Kilometer nördlich gelegenen Naturschutzgebiet Giebelmoor im Landkreis Gifhorn. Der Landkreis Helmstedt ist für das NSG verantwortlich. 2002 startete ein Naturschutzprojekt im niedersächsischen Teil des Drömling, das eine Verbesserung des Wasserhaushalts zugunsten ökologischer Belange zum Ziel hatte.[2] 2008 wurden der Damm zur Aller hin an einigen Stellen abgesenkt, so dass das Wasser bei hohem Wasserstand der Aller in das Waldgebiet eindringen kann.[1] 2009 wurde unmittelbar flussaufwärts ein Klappenwehr an einem Überlaufgraben zum nahen Mittellandkanal in Betrieb genommen. Dadurch kann der Wasserstand hochgehalten werden, während früher überschüssiges Wasser vollständig in den Mittellandkanal geleitet worden war.[2] 2011 wurde das Gebiet nach Entfernung von Baumarten wie Fichten als Naturwald ausgewiesen.[2]

Ökologie, Flora und Fauna[Bearbeiten]

Östlich des NSG Allerauenwald im Drömling liegt etwa einen Kilometer entfernt in Sachsen-Anhalt das 103 km² große NSG Ohre-Drömling.

Das NSG Allerauenwald im Drömling ist überwiegend eine Hartholzaue, die aus Eichen, Eschen und Ulmen besteht. Der Altholzanteil ist hoch, die Strauchschicht meist gut ausgebildet. Ferner besteht das Gebiet aus Eichen-Hainbuchen-Wald, Großseggenrieden und Röhrichten. Buchen-Eichenwälder, Birken-Pionierwald und einige Fremdholzbestände kommen ebenfalls vor. Im Gebiet kommen gefährdete Arten wie Flatter-Ulme, Europäischer Wildapfel und Sumpffarne vor. Ein typischer Vogel ist der Mittelspecht.[1] Das Gebiet ist in Kerngebiete und Randgebiete aufgeteilt.

Das Gebiet gehört fast vollständig zum FFH-Gebiet 92 „Drömling“ und dem EU-Vogelschutzgebiet V46 „Drömling“.[1]

Die Jagd ist weiterhin eingeschränkt gestattet.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Pflege- und Entwicklungsplan Naturschutzgebiet: Giebelmoor und Aller-Auenwald. Niedersächsisches Forstplanungsamt Wolfenbüttel, 1989.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d NSG Allerauenwald im Drömling beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserbetrieb, Küsten- und Naturschutz, abgerufen am 25. September 2011
  2. a b c Informationen des Nabu Gifhorn, abgerufen am 25. September 2011
  3. Verordnungstext von 1979 (PDF-Datei), abgerufen am 25. September 2011

Quelle[Bearbeiten]

Der Text/Artikel/Inhalt auf dieser Seite basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Allerauenwald im Drömling aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Inhalte stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons Attribution/Share-Alike Lizenz 3.0. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar.

Weblinks[Bearbeiten]