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Rieseberger Moor

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Datei:Rieseberg Moor.jpg
Wasserfläche im Rieseberger Moor

Das Rieseberger Moor ist ein etwa 1,5 km² großes Niedermoor. Es liegt rund 1,5 km südöstlich von Rieseberg, einem Ortsteil der Stadt Königslutter am Elm. Das seit 1955 als Naturschutzgebiet ausgewiesene Bruchwaldgebiet ist ein gut erhaltenes Beispiel für ein Niedermoor im Endstadium mit Ansätzen zum Hochmoor.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Moorentwicklung des Rieseberger Moores setzte vor rund 7.000 Jahren v. Chr. ein. Es bildete sich in einer etwa 1x1 km großen Landschaftssenke. Als Ursache kommt steigender Grundwasserstand infrage, möglicherweise gab es auch zeitweise offene Wasserflächen. Seit 1744 erfolgt im Moor der Torfstich, zuletzt zur Gewinnung von Moorsole. Vom Torfabbau zeugen im Moor noch die mit Wasser vollgelaufenen Kuhlen. Die wirtschaftliche Nutzung des Moores wurde beendet durch die Umwandlung in ein Naturschutzgebiet in den 1950er Jahren. Während des Zweiten Weltkriegs stürzte ein britischer Bomber in das sumpfige Moorgebiet, dessen Flugzeugreste im sumpfigen Boden versanken.

Heute[Bearbeiten]

Datei:Rieseberger Moor Wiese.jpg
Randbereich mit Wiese

Die Torfschichten des Moores haben eine Mächtigkeit von 1-2 m. Darauf wächst ein Bruchwald, der mit Birken und Schwarzerlen bestanden ist. In der Randzone stehen Eichen, die die Nähe von Mineralböden anzeigen. Im Zentrum der Moorfläche ragt eine 7 m hohe Sandinsel heraus. Das Rieseberger Moor ist ein gutes Beispiel der mittlerweile selten gewordenen, ungestörten Niedermoorgebiete. Sie sind einer der ursprünglichsten Landschaftsbestandteile, die es noch gibt. Die meisten Niedermoore wurden nach Entwässerung und Abtorfung in Wiesen und Weiden umgewandelt. Die größte Bedrohung heute geht von der Absenkung des Grundwasserstandes aus.

Naturschutz[Bearbeiten]

Das Rieseberger Moor gilt wegen seines naturnahen Vorkommens von Birken-Bruchwald als ein besonders schutzwürdiges Naturschutzgebiet. Es darf nur auf Wegen betreten werden. Wegen der Gefahr des Versinkens ist dazu auch dringend zu raten. Zwei als Knüppeldämme ausgebildete, schmale Wege durchqueren das Moorgebiet. Der Zugang zum Moor ist nicht ausgeschildert und schwer zu finden.

Quelle[Bearbeiten]

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Weblinks[Bearbeiten]