Carl Claus: Unterschied zwischen den Versionen

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== Leben ==
== Leben ==
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== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==

Version vom 26. Januar 2026, 06:57 Uhr

Carl Friedrich Claus (* 17. Februar 1813 in Helmstedt; † 11. Juni 1874) war von 1853 bis 1874 Bürgermeister von Helmstedt.

Leben

Claus wurde am 17. Februar 1813 in Helmstedt geboren. Seine Eltern waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Helmstedt gezogen. Der Vater war als Pedell beim Kreisgericht tätig, das sich damals in den Räumen der aufgehobenen Universität befand. Claus wuchs gemeinsam mit einem Bruder und zwei Schwestern in Helmstedt auf und besuchte dort das Gymnasium, das er mit dem Abitur abschloss.[1]

Ein Studium konnte er offenbar aus finanziellen Gründen nicht aufnehmen. Stattdessen bewarb er sich um eine Anstellung im städtischen Dienst und erhielt eine Stelle als Auditor. Zehn Jahre später wurde er zum Bürgermeister der Stadt Helmstedt gewählt. Das mit dem Amt verbundene Jahresgehalt von 600 Talern ermöglichte ihm eine Eheschließung.[1]

Am 17. Oktober 1844 heiratete Claus in der St.-Stephani-Kirche die Tochter des Kaufmanns und Stadtrats E. C. A. Bötticher. Die Familie Bötticher war unter anderem Inhaberin der Firma Fuhrmann; Nachfahren der Familie leben noch heute in Helmstedt.[1]

Aus der Ehe ging am 24. Juli 1845 der Sohn Johann Friedrich hervor, der im Jahr 1851 verstarb. Bei der Geburt eines zweiten Sohnes am 1. März 1848 starben sowohl die Ehefrau als auch das neugeborene Kind. Beide wurden gemeinsam in einem Sarg auf dem „Alten Friedhof“ beigesetzt. Claus heiratete nicht erneut. Die Betreuung des Haushalts übernahm seine zwei Jahre jüngere, unverheiratete Schwester. Seine Tätigkeit als Bürgermeister prägte weiterhin seinen Alltag.[1]

Claus starb am 11. Juni 1874 im Alter von 61 Jahren während seiner Amtszeit als Bürgermeister. Nach seinem Tod führte zunächst das ehrenamtliche Magistratsmitglied Louis Löser die Amtsgeschäfte kommissarisch weiter, bis Adolph Hartwieg am 2. Oktober 1874 offiziell als Bürgermeister eingeführt wurde.[1]

Einzelnachweise

  1. a b c d e Hans-Ehrhard Müller: Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt. 2. Auflage. 2004, S. 526.