Adolf Hartwieg: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Braunschweiger Regentschaftsrat Röbbecke 1909 (2013).JPG|mini|Die Mitglieder des zweiten Braunschweigischen Regentschaftsrates (v. l. n. r.): Albert von Otto, August Trieps, Adolf Hartwieg, Hans Wolf und Wilhelm Semler (Gemälde von Moritz Röbbecke von 1909).]]
[[Datei:Braunschweiger Regentschaftsrat Röbbecke 1909 (2013).JPG|mini|Die Mitglieder des zweiten Braunschweigischen Regentschaftsrates (v. l. n. r.): Albert von Otto, August Trieps, Adolf Hartwieg, Hans Wolf und Wilhelm Semler (Gemälde von Moritz Röbbecke von 1909).]]
'''Adolph Hartwieg''' (* 19. Januar [[1849]] in Gittelde; † 9. Januar [[1914]] in Braunschweig) war ein deutscher Jurist, Wirklicher Geheimer Rat und Innenminister des Herzogtums Braunschweig. Von [[1874]] bis [[1879]] war er [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]] der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.
'''Adolph Hartwieg''' (* 19. Januar [[1849]] in Gittelde; † 9. Januar [[1914]] in Braunschweig) war ein deutscher Jurist, Wirklicher Geheimer Rat und Innenminister des Herzogtums Braunschweig. Von [[1874]] bis [[1879]] war er [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.


== Leben ==
== Leben ==
Hartwieg wurde als Sohn eines Landarztes [[1849]] in Gittelde geboren und wuchs in Lutter am Barenberge auf. Seine Schulzeit verbrachte er in Hildesheim am Gymnasium Andreanum. Anschließend absolvierte er ein Jurastudium und legte das Erste Staatsexamen ab.
Hartwieg wurde als Sohn eines Landarztes [[1849]] in Gittelde geboren und wuchs in Lutter am Barenberge auf. Seine Schulzeit verbrachte er in Hildesheim am Gymnasium Andreanum. Anschließend absolvierte er ein Jurastudium und legte das Erste Staatsexamen ab.


Seine berufliche Laufbahn begann Hartwieg am Amtsgericht in Lutter am Barenberge. Danach wechselte er zur Staatsanwaltschaft in Gandersheim. Es folgten Stationen beim Stadtgericht in Wolfenbüttel sowie bei der Polizei in Braunschweig. Im Alter von 25 Jahren wurde er zum [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]] von [[Helmstedt]] gewählt und am 2. Oktober 1874 in sein Amt eingeführt, das er bis [[1879]] inne hatte.<ref>{{Literatur |Autor=[[Hans-Ehrhard Müller]] |Titel=Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt |Auflage=2 |Verlag= |Ort= |Datum=2004 |ISBN= |Seiten=526}}</ref> Während seiner Amtszeit führte er Verwaltungsreformen durch und wohnt im [[Rathaus (Helmstedt)|Stadthaus]]. Sein Nachfolger wurde [[Hildebert Guericke]]. [[1879]] wurde er als Ministerialsekretär in die Regierung des Herzogtums Braunschweig berufen, [[1882]] folgte die Beförderung zum Regierungsrat.
Seine berufliche Laufbahn begann Hartwieg am Amtsgericht in Lutter am Barenberge. Danach wechselte er zur Staatsanwaltschaft in Gandersheim. Es folgten Stationen beim Stadtgericht in Wolfenbüttel sowie bei der Polizei in Braunschweig. Im Alter von 25 Jahren wurde er zum [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] von [[Helmstedt]] gewählt und am 2. Oktober 1874 in sein Amt eingeführt, das er bis [[1879]] inne hatte.<ref>{{Literatur |Autor=[[Hans-Ehrhard Müller]] |Titel=Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt |Auflage=2 |Verlag= |Ort= |Datum=2004 |ISBN= |Seiten=526}}</ref> Während seiner Amtszeit führte er Verwaltungsreformen durch und wohnt im [[Rathaus (Helmstedt)|Stadthaus]]. Sein Nachfolger wurde [[Hildebert Guericke]]. [[1879]] wurde er als Ministerialsekretär in die Regierung des Herzogtums Braunschweig berufen, [[1882]] folgte die Beförderung zum Regierungsrat.


[[1889]] ernannte ihn der damalige Regent des Herzogtums, Prinz Albrecht von Preußen, zum Wirklichen Geheimen Rat und zum Innenminister. In dieser Funktion befasste sich Hartwieg unter anderem mit Fragen der Thronfolge im Herzogtum Braunschweig. Er setzte sich zudem für eine Reform des Wahlrechts ein, die auf eine stärkere Berücksichtigung der Arbeiterklasse abzielte, jedoch ohne Erfolg blieb. In der Wirtschaftspolitik wirkte er an Voraussetzungen mit, die später zur Gründung der Handwerkskammer Braunschweig führten.
[[1889]] ernannte ihn der damalige Regent des Herzogtums, Prinz Albrecht von Preußen, zum Wirklichen Geheimen Rat und zum Innenminister. In dieser Funktion befasste sich Hartwieg unter anderem mit Fragen der Thronfolge im Herzogtum Braunschweig. Er setzte sich zudem für eine Reform des Wahlrechts ein, die auf eine stärkere Berücksichtigung der Arbeiterklasse abzielte, jedoch ohne Erfolg blieb. In der Wirtschaftspolitik wirkte er an Voraussetzungen mit, die später zur Gründung der Handwerkskammer Braunschweig führten.
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