Der Lutterlandbruch ist ein Naturschutzgebiet in der Stadt Königslutter am Elm im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen in Deutschland.

Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG BR 101 ist rund 83 ha groß. Es ist nahezu identisch mit dem gleichnamigen FFH-Gebiet. Das Gebiet steht seit dem 18. April 1990 unter Naturschutz. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Helmstedt.

Das Naturschutzgebiet liegt im Naturpark Elm-Lappwald nordöstlich von Königslutter am Elm und südwestlich des Stadtteils Beienrode in der Schunter­niederung. Im Osten grenzt es an die Schunter, im Norden wird es von der Kreisstraße 8 begrenzt. Naturräumlich gehört es zum Dormhügelland, einer Einheit des Ostbraunschweigischen Hügellands.

Das unter Schutz stehende rund 1500 m lange und 400 bis 600 m breite Niedermoor­gebiet wird überwiegend von Grünland und Feuchtgrünland, aber auch Auen- und Bruchwald­resten geprägt. Daneben sind Hochstaudenfluren, Großseggenrieden und Schilfröhrichte auf zum Teil nassen Standorten zu finden.

Der Niederungs­bereich wird bei Hochwasser der Schunter überflutet. Im Naturschutzgebiet befinden sich zahlreiche Gräben. Im mittleren Teil befinden sich Teiche, die größtenteils als Fischteiche genutzt werden.

Im Naturschutzgebiet kommen u. a. Schlangenknöterich, Bachnelkenwurz und Schwarzschopfsegge vor. Die in Seggenrieden lebende Schmale Windelschnecke ist im Schutzgebiet nachgewiesen worden. Bei dem Vorkommen handelt es sich um das einzige derzeit bekannte Vorkommen im atlantischen Teil Niedersachsen. Der Lutterlandbruch ist Brut- und Nahrungsbiotop sowie Rast- und Überwinterungsgebiet zahlreicher Vogelarten.

Das Naturschutzgebiet ist über einen Bohlenweg und eine Beobachtungsplattform erlebbar.[1][2]

Einzelnachweise

  1. Bohlenweg Lutterlandbruch, Natur erleben in Niedersachsen. Abgerufen am 28. Februar 2012.
  2. Durch das Schuntertal und die Lutterheide, Natur erleben in Niedersachsen. Abgerufen am 28. Februar 2012.