Stolpersteine: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Beguinenstraße ===
=== Beguinenstraße ===
Vor dem Haus an der [[Beguinenstraße (Schöningen)|Beguinenstraße]] 19 wurden am 21. Oktober 2012 drei Stolpersteine für die Familie Heinemann verlegt. Zwei Schüler der zehnten Klasse der [[Eichendorffschule Schöningen|Eichendorffschule]] erinnerten an den Stolpersteinen an die Brüder. Die Stolpersteine gelten Kurt Heinemann (* 1906) und seinen Söhnen Wolfgang (* 1930) und Günther (* 1931). Kurt Heinemann war Jude und KPD-Mitglied und so in der Fantasie der Nazis der Inbegriff der Bedrohung und des Bösen. Er wurde 1933 nach schwersten Misshandlungen bei den [[Rieseberg-Morde|Rieseberg-Morden]] von den Nazis erschossen. Die Söhne Wolfgang und Günther wurden 1941 als „Judenkinder“ nach Hadamar in ein Erziehungslager eingewiesen und sind dort 1943 der „Euthanasie“ zum Opfer gefallen. Sie waren erst zwölf und 13 Jahre jung als sie starben.<ref name="Stolpersteine erinnern an Opfer des Naziterrors">Hartmut Beyer: ''[http://www.helmstedter-nachrichten.de/lokales/Helmstedt/stolpersteine-erinnern-an-opfer-des-naziterrors-id784988.html Stolpersteine erinnern an Opfer des Naziterrors]''. In: ''Braunschweiger Zeitung/[[Helmstedter Nachrichten]]'', Helmstedt Lokales, Seite 1, 22. Oktober 2012. Abgerufen am 25. Oktober 2012.</ref> Am 4. Mai 2013 wurde an der [[Beguinenstraße (Schöningen)|Beguinenstraße]] 12 ein Stein für Marie Sievers (* [[1876]]; † 29. November [[1943]]) verlegt. Am 7. Mai 2019 wurde an der [[Beguinenstraße (Schöningen)|Beguinenstraße]] 7 ein Stein für Günther Heinrich (* [[1889]]; † 19. Mai [[1941]]) verlegt, der Opfer der Euthanasie (Aktion T4) wurde. Am 14. März 2024 wurde an der [[Beguinenstraße (Schöningen)|Beguinenstraße]] 15 ein Stein für Otto Nachtigall (* [[1904]]; † 8. August [[1941]]) verlegt.
Vor dem Haus an der [[Beguinenstraße (Schöningen)|Beguinenstraße]] 19 wurden am 21. Oktober [[2012]] drei Stolpersteine für die Familie Heinemann verlegt. Zwei Schüler der zehnten Klasse der [[Eichendorffschule Schöningen|Eichendorffschule]] erinnerten an den Stolpersteinen an die beiden Brüder. Die Stolpersteine gelten Kurt Heinemann (* [[1906]]; † 4. Juli [[1933]]) und seinen Söhnen Wolfgang (* [[1930]]; † 14. August [[1943]]) und Günther (* [[1931]]; † 6. Juli [[1943]]). Kurt Heinemann war Jude und KPD-Mitglied und so in der Fantasie der Nazis der Inbegriff der Bedrohung und des Bösen. Er wurde [[1933]] nach schwersten Misshandlungen bei den [[Rieseberg-Morde|Rieseberg-Morden]] von den Nazis erschossen. Die Söhne Wolfgang und Günther wurden als „Judenkinder“ [[1941]] zunächst in die Neuerkeröder Anstalten eingewiesen bevor sie im Juni [[1943]] in ein Erziehungslager nach Hadamar „verlegt“ wurden. Beide wurden Opfer der Kinder-Euthanasie. Günther wurde am 6. Juli [[1943]] ermordet, Wolfgang am 14. August [[1943]]. Sie waren erst 12 bzw. 13 Jahre jung als sie starben.<ref name="Stolpersteine erinnern an Opfer des Naziterrors">Hartmut Beyer: ''[http://www.helmstedter-nachrichten.de/lokales/Helmstedt/stolpersteine-erinnern-an-opfer-des-naziterrors-id784988.html Stolpersteine erinnern an Opfer des Naziterrors]''. In: ''Braunschweiger Zeitung/[[Helmstedter Nachrichten]]'', Helmstedt Lokales, Seite 1, 22. Oktober 2012. Abgerufen am 25. Oktober 2012.</ref>Am 4. Mai 2013 wurde an der [[Beguinenstraße (Schöningen)|Beguinenstraße]] 12 ein Stein für Marie Sievers, geb. Aronheim (* [[1876]]; † 29. November [[1943]]) verlegt. Sievers wurde [[1942]] nach Theresienstadt deportiert und am 29. November [[1943]] ermordet. Am 7. Mai [[2019]] wurde an der [[Beguinenstraße (Schöningen)|Beguinenstraße]] 7 ein Stein für Günther Heinrich (* [[1889]]; † 19. Mai [[1941]]) verlegt. Heinrich wurde [[1932]] in die Heilanstalt Königslutter eingewiesen, am 19. Mai [[1941]] nach Bernburg „verlegt“ und dort am selben Tag im Rahmen der Aktion T4 Opfer der Euthanasie. Am 14. März 2024 wurde an der [[Beguinenstraße (Schöningen)|Beguinenstraße]] 15 ein Stein für Otto Nachtigall (* [[1904]]; † 8. August [[1941]]) verlegt. Nachtigall wurde denunziert und wegen „Staatsfeindlicher Äußerungen“ verhaftet und in das Gefängnis Braunschweig verbracht. [[1941]] kam er in das KZ Mauthausen und wurde 8. August ermordet.


=== Bismarckstraße ===
=== Bismarckstraße ===