Stolpersteine: Unterschied zwischen den Versionen
Admin (Diskussion | Beiträge) |
Admin (Diskussion | Beiträge) |
||
| Zeile 23: | Zeile 23: | ||
=== Hauptstraße === | === Hauptstraße === | ||
Mit zwei Stolpersteinen wird an der [[Hauptstraße]] 13 in [[Emmerstedt]] den ehemaligen Bewohnern Meta Neuburger, geb. Waldbaum (* [[1890]]; † unbekannt) und Hugo Neuburger (* [[1886]]; † unbekannt) gedacht. Meta und ihr Mann Hugo, Sohn der [[Emmerstedt]]er Hartwig und Lina sowie Bruder von Iwan Neuburger wollten [[1937]] der Tochter Ilse in Richtung Mailand folgen. Die Flucht endete jedoch offenbar erfolglos. Beide sind unbekannt verschollen. Bei der Verlegung der Steine am 16. November [[2011]] war mit Marlies Dräger eine Ur-[[Emmerstedt]]erin anwesend, die von der Freundschaft ihrer Mutter mit der benachbarten jüdischen Familie berichten konnte.<ref name="Die sind doch alle weggemacht"/> | Mit zwei Stolpersteinen wird an der [[Hauptstraße]] 13 in [[Emmerstedt]] den ehemaligen Bewohnern Meta Neuburger, geb. Waldbaum (* [[1890]]; † unbekannt) und Hugo Neuburger (* [[1886]]; † unbekannt) gedacht. Meta und ihr Mann Hugo, Sohn der [[Emmerstedt]]er Hartwig und Lina sowie Bruder von Iwan Neuburger wollten [[1937]] der Tochter Ilse in Richtung Mailand folgen. Die Flucht endete jedoch offenbar erfolglos. Beide sind unbekannt verschollen. Bei der Verlegung der Steine am 16. November [[2011]] war mit Marlies Dräger eine Ur-[[Emmerstedt]]erin anwesend, die von der Freundschaft ihrer Mutter mit der benachbarten jüdischen Familie berichten konnte.<ref name="Die sind doch alle weggemacht"/> | ||
=== Henkestraße === | |||
Mit zwei Stolpersteinen wird an der [[Henkestraße]] 8 und 9 in [[Helmstedt]] seiz dem 10. November [[2025]] Berta und Eilhard Henschel gedacht. Der Süßwarenladen der Familie Henschel befand sich an der [[Neumärker Straße]]. Eigentümerin war Berta Henschel, die mit Gustav Henschel († [[1933]]) verheiratet war. Aus der Ehe ging der Sohn Eilhard hervor, der [[1924]] geboren wurde. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Geschäft von Anhängern des Regimes geplündert. Zeitzeugenberichten zufolge sollen dabei Süßwaren an Kinder verteilt worden sein, während die Plündernden erklärten: „Beim Juden Henschel wird geplündert“. Lehrkräfte griffen demnach nicht ein. Eilhard Henschel musste aufgrund seiner jüdischen Herkunft das Gymnasium verlassen, überstand jedoch die Zeit des Nationalsozialismus. Seine Mutter Berta Henschel kam [[1944]] infolge der Verletzungen ums Leben, die sie bei einem Bombenangriff auf [[Helmstedt]] erlitten hatte.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article410432769/schueler-in-helmstedt-setzen-mit-stolpersteinen-ein-denkmal-fuer-juedische-familie.html |titel=Schüler in Helmstedt setzen mit Stolpersteinen ein Denkmal für jüdische Familie |autor=Erik Beyen |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2025-11-11 |abruf=2025-11-12}}</ref> | |||
=== Kornstraße === | === Kornstraße === | ||