Helmstedt: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Schließung der Helmsteder Universität 1810 bedeutete einen großen wirtschaftlichen und kulturellen Rückschlag für die Stadt. Zwar gelang es in den folgenden Jahren ein gutes Schulsystem zu etablieren, welches Helmstedt über die Landesgrenzen hinaus als „Schulstadt“ bekannt machte (berühmte Schüler des [[ | Die Schließung der Helmsteder Universität 1810 bedeutete einen großen wirtschaftlichen und kulturellen Rückschlag für die Stadt. Zwar gelang es in den folgenden Jahren ein gutes Schulsystem zu etablieren, welches Helmstedt über die Landesgrenzen hinaus als „Schulstadt“ bekannt machte (berühmte Schüler des [[Julianum|örtlichen Gymnasiums]] waren u. a. [[Hoffmann von Fallersleben]] und die Brüder [[Adolf Heusinger|Adolf]] und [[Bruno Heusinger]]), der Bedeutungsverlust ließ sich allerdings nicht vollständig aufhalten. | ||
Einem Verwaltungsakt im Herzogtum Braunschweig folgend wurde zum 1. Januar 1833 die herzogliche Kreisdirektion Helmstedt gegründet, die aus den Ämtern Helmstedt, Schöningen, Königslutter, Vorsfelde und Calvörde bestand. Das Landratsamt erhielt seinen Sitz im heutigen Gebäude des [[Zonengrenz-Museum]] (Villa Heinemann). Erste wirtschaftliche Impulse bekam die Stadt durch die Eröffnung der Bahnstrecke Helmstedt–Jerxheim im Jahr 1858 und insbesondere durch die Schienenanbindung an die Strecke Braunschweig-Helmstedt-Magdeburg im Jahr 1872. Mit der Reichsgründung 1871 und der daraufhin einsetzenden industriellen Entwicklung des Landes ging auch ein erhöhter Bedarf an Energieträgern einher, sodass die seit Jahrzehnten im Helmstedter Umland geförderte Braunkohle in herzoglichen Schachtanlagen nun verstärkt nachgefragt wurde. Im Jahr 1872 verkaufte Herzog Wilhelm seine Förderstätten für sechs Millionen Goldmark an ein Bankenkonsortium, aus dem die [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke|Braunschweigische Kohlen-Bergwerke AG]] (BKB) hervorging. Diese Gesellschaft mit Sitz in Helmstedt forcierte die Braunkohlegewinnung und -verstromung und prägte über viele Jahrzehnte mit Tagebauerschließungen das Landschaftsbild und die Erwerbsstruktur der Helmstedter Bevölkerung. 1874 wurde mit „[[Tagebau Trendelbusch|Trendelbusch]]“ der erste Tagebau in Betrieb genommen. | Einem Verwaltungsakt im Herzogtum Braunschweig folgend wurde zum 1. Januar 1833 die herzogliche Kreisdirektion Helmstedt gegründet, die aus den Ämtern Helmstedt, Schöningen, Königslutter, Vorsfelde und Calvörde bestand. Das Landratsamt erhielt seinen Sitz im heutigen Gebäude des [[Zonengrenz-Museum]] (Villa Heinemann). Erste wirtschaftliche Impulse bekam die Stadt durch die Eröffnung der Bahnstrecke Helmstedt–Jerxheim im Jahr 1858 und insbesondere durch die Schienenanbindung an die Strecke Braunschweig-Helmstedt-Magdeburg im Jahr 1872. Mit der Reichsgründung 1871 und der daraufhin einsetzenden industriellen Entwicklung des Landes ging auch ein erhöhter Bedarf an Energieträgern einher, sodass die seit Jahrzehnten im Helmstedter Umland geförderte Braunkohle in herzoglichen Schachtanlagen nun verstärkt nachgefragt wurde. Im Jahr 1872 verkaufte Herzog Wilhelm seine Förderstätten für sechs Millionen Goldmark an ein Bankenkonsortium, aus dem die [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke|Braunschweigische Kohlen-Bergwerke AG]] (BKB) hervorging. Diese Gesellschaft mit Sitz in Helmstedt forcierte die Braunkohlegewinnung und -verstromung und prägte über viele Jahrzehnte mit Tagebauerschließungen das Landschaftsbild und die Erwerbsstruktur der Helmstedter Bevölkerung. 1874 wurde mit „[[Tagebau Trendelbusch|Trendelbusch]]“ der erste Tagebau in Betrieb genommen. | ||
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Der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Deutschen Reich führte auch in Helmstedt zur Gleichschaltung der Medien und der Behördenstrukturen. Bereits im Jahr 1933 gab es erste Ausschreitungen gegenüber der relativ kleinen jüdischen Gemeinde der Stadt. Am 17. August 1936 wurde der Abschnitt Braunschweig-Helmstedt der Reichsautobahn 6 (heute [[Bundesautobahn 2]]) und die fertig gestellten Brücken (u. a. die ''Brunnentalbrücke'' und die ''[[Talbrücke Birkerteich|Maschtalbrücke]]'') dem Verkehr übergeben. Die Planungen für die Autobahn wurden allerdings weitgehend vor der nationalsozialistischen Machtergreifung ausgearbeitet. | Der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Deutschen Reich führte auch in Helmstedt zur Gleichschaltung der Medien und der Behördenstrukturen. Bereits im Jahr 1933 gab es erste Ausschreitungen gegenüber der relativ kleinen jüdischen Gemeinde der Stadt. Am 17. August 1936 wurde der Abschnitt Braunschweig-Helmstedt der Reichsautobahn 6 (heute [[Bundesautobahn 2]]) und die fertig gestellten Brücken (u. a. die ''Brunnentalbrücke'' und die ''[[Talbrücke Birkerteich|Maschtalbrücke]]'') dem Verkehr übergeben. Die Planungen für die Autobahn wurden allerdings weitgehend vor der nationalsozialistischen Machtergreifung ausgearbeitet. | ||
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden auch dem städtischen Leben erhebliche Beschränkungen auferlegt. Von Luftangriffen blieb Helmstedt nicht verschont. Am 2. Januar 1944 stürzte ein alliierter Bomber über Bad Helmstedt ab und beschädigte ein Lazarett. Die schwerste gezielte Bombardierung der Stadt erfolgte am 20. Februar [[1944]] im Rahmen der „Big Week“. Nachdem das eigentliche Ziel Halberstadt unter Wolken lag und für die Bomberverbände nicht auszumachen war, wurde Helmstedt als Ausweichziel („target of opportunity“) ausgewählt. Zu dieser Zeit gab es einige kriegswichtige Rüstungsbetriebe an der [[Emmerstedter Straße]] in Helmstedt sowie einen Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe im nahegelegenen [[Mariental-Horst]]. 58 B-24 Bomber warfen zwischen 13:23 Uhr und 13:27 Uhr 1.000 Stabbrand- und 344 Sprengbomben ab, wobei 126 Menschen, davon 16 Kinder, starben. Insgesamt wurde wurden 125 | Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden auch dem städtischen Leben erhebliche Beschränkungen auferlegt. Von Luftangriffen blieb Helmstedt nicht verschont. Am 2. Januar 1944 stürzte ein alliierter Bomber über Bad Helmstedt ab und beschädigte ein Lazarett. Die schwerste gezielte Bombardierung der Stadt erfolgte am 20. Februar [[1944]] im Rahmen der „Big Week“. Nachdem das eigentliche Ziel Halberstadt unter Wolken lag und für die Bomberverbände nicht auszumachen war, wurde Helmstedt als Ausweichziel („target of opportunity“) ausgewählt. Zu dieser Zeit gab es einige kriegswichtige Rüstungsbetriebe an der [[Emmerstedter Straße]] in Helmstedt sowie einen Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe im nahegelegenen [[Mariental-Horst]]. 58 B-24 Bomber warfen zwischen 13:23 Uhr und 13:27 Uhr 1.000 Stabbrand- und 344 Sprengbomben ab, wobei 126 Menschen, davon 16 Kinder, starben. Insgesamt wurde wurden 125 Häuser schwer getroffen. 500 weitere Gebäude wurden leicht beschädigt.<ref>vgl. [[Hans-Ehrhard Müller]]: ''Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt'', Seite 867.</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article151345694/126-Menschen-starben-damals-im-Helmstedter-Bombenhagel.html |titel=126 Menschen starben damals im Helmstedter Bombenhagel |autor=Jürgen Paxmann |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2014-02-19 |abruf=2025-05-20}}</ref> Besonders betroffen waren Gebäude an der [[Poststraße]]/[[Kleiner Wall]] und die Eisenbahnbrücke über der [[Magdeburger Straße]]. Auch im Bereich des [[Elzweg]]es, der [[Henkestraße]], der [[Vorsfelder Straße]] und der [[Schulstraße]] gab es erhebliche Zerstörungen. | ||
Im März 1944 wurde das nahegelegene KZ-Außenlager Beendorf (häufig auch als ''KZ Helmstedt-Beendorf'' bezeichnet) errichtet, in dem einige tausende Häftlinge für die Flugzeugproduktion des Dritten Reiches in unterirdischen Stollen arbeiten mussten. Die logistische Versorgung dieses KZ-Außenlagers erfolgte teilweise direkt über Helmstedt. | Im März 1944 wurde das nahegelegene KZ-Außenlager Beendorf (häufig auch als ''KZ Helmstedt-Beendorf'' bezeichnet) errichtet, in dem einige tausende Häftlinge für die Flugzeugproduktion des Dritten Reiches in unterirdischen Stollen arbeiten mussten. Die logistische Versorgung dieses KZ-Außenlagers erfolgte teilweise direkt über Helmstedt. | ||
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Die Gruppe [[CDU]]/[[GRÜNE]]/[[Wählergruppe|<span class="explain" title="Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG)">UWG</span>]] um den Bürgermeister [[Wittich Schobert]] erreicht inklusive Bürgermeisterstimme genau die Hälfte der Stimmen im Rat und hat somit keine eigene Mehrheit. | Die Gruppe [[CDU]]/[[GRÜNE]]/[[Wählergruppe|<span class="explain" title="Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG)">UWG</span>]] um den Bürgermeister [[Wittich Schobert]] erreicht inklusive Bürgermeisterstimme genau die Hälfte der Stimmen im Rat und hat somit keine eigene Mehrheit. | ||
→ ''siehe auch: [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 2021–2026)|Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt Wahlperiode 2021–2026]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 2016–2017)|2016–2017]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 1986–1991)|1986–1991]], [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 1981–1986)|1981–1986]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 1964–1968)|1964–1968]]'' | → ''siehe auch: [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 2021–2026)|Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt Wahlperiode 2021–2026]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 2016–2017)|2016–2017]], [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 2011–2016)|2011–2016]], [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 2006–2011)|2006–2011]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 1986–1991)|1986–1991]], [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 1981–1986)|1981–1986]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 1964–1968)|1964–1968]]'' | ||
=== Bürgermeister === | === Bürgermeister === | ||
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=== Patenschaften === | === Patenschaften === | ||
Seit dem | Seit dem 7. Januar [[1993]] besteht eine Taufpatenschaft zwischen der Stadt Helmstedt und der Fluggesellschaft Lufthansa. Die erste Taufe eines Flugzeugs auf den Namen ''Helmstedt'' hatte der damalige Helmstedter Bürgermeister [[Karl Birker]] am 1. Juli [[1993]] auf dem Flughafen Frankfurt am Main vorgenommen. Bisher waren vier Flugzeuge auf den Namen „Helmstedt“ getauft. Wenn ein Flugzeug die Flotte verlässt, übernimmt zumeist ein neueres dessen Taufnamen.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article151060037/Im-Dienst-der-Lufthansa-Helmstedt-fliegt-seit-20-Jahren.html |titel=Im Dienst der Lufthansa: „Helmstedt“ fliegt seit 20 Jahren |autor=Jürgen Paxmann |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2013-06-27 |abruf=2026-01-11}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article407466076/in-diese-staedte-koennen-passagiere-mit-der-helmstedt-fliegen.html |titel=In diese Städte können Passagiere mit der Helmstedt fliegen |autor=Sebahat Arifi |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2024-10-15 |abruf=2026-01-11}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/rathaus/presse/aktuelles/artikel/helmstedt-umrundet-die-welt.html |titel=„Helmstedt“ umrundet die Welt |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2026-01-09 |abruf=2026-01-11}}</ref> | ||
* Boeing 737-400, Kennzeichen D-ABKD, getauft am 1. Juli [[1993]]<ref>https://www.airfleets.net/ficheapp/plane-b737-27003.htm</ref> | |||
* Bombardier CRJ-200, Kennzeichen D-ACJJ<ref>https://www.airfleets.net/ficheapp/plane-crj-7298.htm</ref> | |||
* Bombardier CRJ-100, Kennzeichen D-ACLF<ref>https://www.airfleets.net/ficheapp/plane-crj-7015.htm</ref> | |||
* Bombardier CRJ-900, Kennzeichen D-ACNE, aktuelles Flugzeug, im Einsatz seit [[2010]]<ref>https://www.airfleets.net/ficheapp/plane-crj-15241.htm</ref> | |||
=== Fusion === | === Fusion === | ||
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* das [[1980]] fertiggestellte [[Stadion an der Masch]] für Fußball- und Leichtathletikveranstaltungen mit einer Kapazität von 4.500 Plätzen<ref>[http://www.die-fans.de/fussball/stadien/stadien-liste/dasstadion/,Maschstadion,2013,,,,,north Eckdaten und Bildmaterial des Maschstadions auf www.die-fans.de]</ref> | * das [[1980]] fertiggestellte [[Stadion an der Masch]] für Fußball- und Leichtathletikveranstaltungen mit einer Kapazität von 4.500 Plätzen<ref>[http://www.die-fans.de/fussball/stadien/stadien-liste/dasstadion/,Maschstadion,2013,,,,,north Eckdaten und Bildmaterial des Maschstadions auf www.die-fans.de]</ref> | ||
* das ebenfalls im Jahr [[1980]] eröffnete [[Bürgerhaus Helmstedt|Bürgerhaus]] mit einem Bowling- und Kegelcenter | * das ebenfalls im Jahr [[1980]] eröffnete [[Bürgerhaus Helmstedt|Bürgerhaus]] mit einem Bowling- und Kegelcenter | ||
* die [[2012]] eröffnete Kegelsportanlage des [[Kegelsportverein Helmstedt und Umgebung|KSV Helmstedt]] | |||
=== Regelmäßige Veranstaltungen === | === Regelmäßige Veranstaltungen === | ||
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Die im Jahr 1983 ins Leben gerufene [[Elm-Lappwald-Messe]] findet üblicherweise im dreijährigen Intervall im Helmstedter Stadtgebiet statt. Diese regionale Wirtschaftsmesse versteht sich als Ergänzung zu den Großveranstaltungen in den angrenzenden Oberzentren Braunschweig, Wolfsburg und Magdeburg. Sie wird überwiegend von klein- und mittelständischen Betrieben geprägt, die in der Region um Elm und Lappwald angesiedelt sind. Im Jahr 2008 wurde die Veranstaltung von rund 70.000 Besuchern an sieben Messetagen frequentiert.<ref>[http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/9185283 Elm-Lappwald-Messe 2008 auf newsklick.de]</ref> | Die im Jahr 1983 ins Leben gerufene [[Elm-Lappwald-Messe]] findet üblicherweise im dreijährigen Intervall im Helmstedter Stadtgebiet statt. Diese regionale Wirtschaftsmesse versteht sich als Ergänzung zu den Großveranstaltungen in den angrenzenden Oberzentren Braunschweig, Wolfsburg und Magdeburg. Sie wird überwiegend von klein- und mittelständischen Betrieben geprägt, die in der Region um Elm und Lappwald angesiedelt sind. Im Jahr 2008 wurde die Veranstaltung von rund 70.000 Besuchern an sieben Messetagen frequentiert.<ref>[http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/9185283 Elm-Lappwald-Messe 2008 auf newsklick.de]</ref> | ||
Seit Mitte der 1970er Jahre findet alljährlich am ersten Septemberwochenende das [[Altstadtfest (Helmstedt)|Altstadtfest]] in der Innenstadt statt, das von dem Verein | Seit Mitte der 1970er-Jahre findet alljährlich am ersten Septemberwochenende das [[Altstadtfest (Helmstedt)|Altstadtfest]] in der Innenstadt statt, das von dem Verein [[helmstedt aktuell Stadtmarketing]] organisiert wird. Dieses Fest mit Live-Musikprogramm wird in der Regel mit einem verkaufsoffenen Sonntag der ortsansässigen Einzelhändler kombiniert. | ||
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* [[Herzogliches Hoflager]] | * [[Herzogliches Hoflager]] | ||
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==== Vereine ==== | ==== Vereine ==== | ||
* [[Helmstedter Schachverein von 1894 | * [[Helmstedter Schachverein von 1894]] | ||
* [[Helmstedter SB]] | * [[Helmstedter SB]] | ||
* [[Helmstedter | * [[Helmstedter SV]] | ||
* [[Paintball Dome]] | * [[Paintball Dome]] | ||
* [[SV Germania Helmstedt | * [[SV Germania Helmstedt]] | ||
* [[Turn- und Sportverein von 1849 Helmstedt | * [[Turn- und Sportverein von 1849 Helmstedt]] | ||
* [[Turnklub Helmstedt von 1889 | * [[Turnklub Helmstedt von 1889]] | ||
=== Regelmäßige Veranstaltungen === | === Regelmäßige Veranstaltungen === | ||
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zum Beispiel Universitäten, Fachhochschulen, Schulen etc. | zum Beispiel Universitäten, Fachhochschulen, Schulen etc. | ||
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== Wirtschaft und Infrastruktur == | == Wirtschaft und Infrastruktur == | ||
=== Wirtschaftliche Entwicklung === | === Wirtschaftliche Entwicklung === | ||
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Helmstedt steht in der Tradition der ehemaligen Universität und konnte sich in der Folgezeit als „Schulstadt“ einen überregional bedeutenden Namen machen. Heute gibt es in Helmstedt neben den allgemeinbildenden Schulen berufsbildende und fortbildende Einrichtungen. | Helmstedt steht in der Tradition der ehemaligen Universität und konnte sich in der Folgezeit als „Schulstadt“ einen überregional bedeutenden Namen machen. Heute gibt es in Helmstedt neben den allgemeinbildenden Schulen berufsbildende und fortbildende Einrichtungen. | ||
; Allgemeinbildende Schulen | ; Allgemeinbildende Schulen | ||
Insgesamt gibt es in Helmstedt sechs Grundschulen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. An weiterführenden Schulen sind eine Gesamtschule ([[Giordano-Bruno-Gesamtschule]]), eine Hauptschule ([[Lutherschule]]) und eine Realschule ([[Lademann-Realschule]]) angesiedelt. Die zwei Gymnasien ([[Gymnasium am Bötschenberg]] | Insgesamt gibt es in Helmstedt sechs Grundschulen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. An weiterführenden Schulen sind eine Gesamtschule ([[Giordano-Bruno-Gesamtschule]]), eine Hauptschule ([[Lutherschule]]) und eine Realschule ([[Lademann-Realschule]]) angesiedelt. Die zwei Gymnasien ([[Gymnasium am Bötschenberg]] und [[Julianum]]) der Stadt vervollständigen das Schulangebot. | ||
[[Datei:Helmstedt Politische Bildungsstätte.jpg|mini|[[Politische Bildungsstätte Helmstedt]] ([[2009]])]] | [[Datei:Helmstedt Politische Bildungsstätte.jpg|mini|[[Politische Bildungsstätte Helmstedt]] ([[2009]])]] | ||
; Sonstige Bildungs- und Forschungseinrichtungen | ; Sonstige Bildungs- und Forschungseinrichtungen | ||
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* Wilhelm Stuckart (1902–1953) Staatssekretär im Reichsministerium des Innern und verurteilter Kriegsverbrecher und Teilnehmer der Wannseekonferenz, später Stadtkämmerer von Helmstedt | * Wilhelm Stuckart (1902–1953) Staatssekretär im Reichsministerium des Innern und verurteilter Kriegsverbrecher und Teilnehmer der Wannseekonferenz, später Stadtkämmerer von Helmstedt | ||
* [[Ewald Berndt]] (1902–1958), deutscher Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) und von 1946–1949 [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]] der Stadt Helmstedt | * [[Ewald Berndt]] (1902–1958), deutscher Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) und von 1946–1949 [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]] der Stadt Helmstedt | ||
* [[Kuno Klötzer]] (1922–2011), Fußballspieler und -trainer, trainierte mehrere Jahre die Fußballmannschaft des [[ | * [[Kuno Klötzer]] (1922–2011), Fußballspieler und -trainer, trainierte mehrere Jahre die Fußballmannschaft des [[Helmstedter SV]] | ||
* [[Elisabeth Heister-Neumann]] (* 1955), 1992–2003 Stadtdirektorin von Helmstedt | * [[Elisabeth Heister-Neumann]] (* 1955), 1992–2003 Stadtdirektorin von Helmstedt | ||
* [[Lars Alt]] (* [[1991]]), Politiker der [[FDP]] und Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag | |||
→ ''siehe auch: [[Liste bekannter Persönlichkeiten der Universität Helmstedt]]'' | → ''siehe auch: [[Liste bekannter Persönlichkeiten der Universität Helmstedt]]'' | ||
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[[Kategorie:Ortsteil von Helmstedt]] | [[Kategorie:Ortsteil von Helmstedt]] | ||
[[Kategorie:Ort im Landkreis Helmstedt]] | [[Kategorie:Ort im Landkreis Helmstedt]] | ||
[[Kategorie:Gemeinde | [[Kategorie:Gemeinde im Landkreis Helmstedt]] | ||